diff --git a/2026-07-24-ticket84-video-laenge-dynamisch.md b/2026-07-24-ticket84-video-laenge-dynamisch.md new file mode 100644 index 0000000..8122da9 --- /dev/null +++ b/2026-07-24-ticket84-video-laenge-dynamisch.md @@ -0,0 +1,87 @@ +# #84: Video-Länge dynamisch statt fest gedeckelt (~2 Min) + +**Datum:** 2026-07-24 +**Ort:** `B:\barby\orchestrator\main.py` (VM302, Dienst `BarbyOrchestrator`, Port 8197) + `/opt/gpu1-status/app.py` (VM201, Dienst `gpu1-portal`, Port 9090, öffentlich `cp.go-ki.eu`) +**Backups:** `B:\barby\orchestrator\main.py.bak-video-length-20260723-234947` (VM302), `/opt/gpu1-status/app.py.bak-video-length-84-20260724-002728` (VM201) + +## Wo saß der Cap + +In `main.py`, Konstante `MAX_VIDEO_SEGMENTS = 12` (Zeile ~338, alt) und in `build_plan()` +(Video-Zweig, ~Zeile 517-536, alt): egal wie lang der Prompt/das Drehbuch die Dauer +vorgab, wurde die Segmentzahl **hart** auf 12 Segmente gekürzt (12 × ~3,06s/Segment +≈ 37s effektive Kappungsgrenze — der praktisch erlebte "~2 Min Deckel"). Es gab +dafür **kein echtes technisches Limit** — Segmente werden sequenziell gerendert +(`render_video_segments`), es gibt kein VRAM-/Parallelitäts-Limit, das die Anzahl +deckelt, nur Wall-Clock-Zeit auf der A40. + +## Was geändert wurde (additiv, reversibel) + +**Backend (`main.py`):** +1. `MAX_VIDEO_SEGMENTS` bleibt als reiner *Referenzwert* für Renderzeit-Hinweise + erhalten, deckelt aber die Länge nicht mehr. +2. Neu: `HARD_SAFETY_SEGMENT_LIMIT` (ENV-konfigurierbar, Default 600 Segmente ≈ 30 Min) — + eine echte Sicherheitsgrenze gegen Tippfehler/DoS ("9999 Minuten"), **kein** + Qualitäts-/Inhalts-Cap. Nur wenn diese Grenze überschritten wird, greift ein Cap + (mit klarer Hinweis-Meldung, warum). +3. `build_plan()`: Segmentzahl = `ceil(gewünschte_sekunden / SEGMENT_LEN_SEC)`, ohne + Deckelung auf 12. Neues Feld im Plan: `geschaetzte_rohdiffusions_minuten_a40` + (reine A40-Diffusionszeit, informativ). +4. Neues Request-Feld `laenge_modus: "auto" | "fest"` (GenerateRequest, `/generate` + und `/api/orchestrate`+`/orchestrate` via `_orchestrate_handler`). Bei `"auto"` + entscheidet der Inhalt (Wortzahl im Drehbuch, ~2,3 Wörter/Sekunde geschätzt) — + unabhängig von der bereits vorhandenen Prompt-Phrasenerkennung + (`CONTENT_DECIDES_RE`, z.B. "Inhalt entscheidet"), die weiterhin zusätzlich greift. +5. `video_dauer_sekunden` (Parameter-Override, war schon vorhanden) hat weiterhin + Vorrang vor `laenge_modus=auto`. + +**Frontend (`app.py`, VM201, Video-Erstellen-Tab):** +1. Dropdown `#ve-laenge`: neue Option `🤖 Auto (Inhalt entscheidet)` (Value `auto`) + ganz oben ergänzt, zusätzlich `5 Minuten` (300s) als weitere feste Option. Default + bleibt unverändert bei 60 Sekunden (additiv, kein Verhaltensbruch für bestehende + Nutzung). +2. `vePipelineStart()`: bei `laenge==='auto'` wird `laenge_sekunden:null` und + `laenge_modus:'auto'` gesendet statt `laenge_sekunden:parseInt('auto')` (NaN). + Der Portal-Endpunkt `/api/studio/orchestrate` ist ein reiner Passthrough zum + Orchestrator (`/api/orchestrate`), daher kein weiterer Code auf VM201 nötig. + +## Beleg (Testinstanz Port 8199, main.py unverändert vom Prod-main.py, GPU-Job sofort +nach Plan-Auslesen gestoppt, um die A40 nicht unnötig zu belasten) + +| Test | Eingabe | Ergebnis vorher (Cap) | Ergebnis nachher | +|---|---|---|---| +| Explizite Dauer | "... 90 Sekunden Video." | 12 Segmente (~37s, hart gekappt) | **30 Segmente**, `geplante_segmente=30`, Hinweis: "30 Segmente geplant (~1.5 Min reine A40-Diffusionszeit ...) - läuft vollständig durch, kein Cap mehr (siehe #84)." | +| Explizite Dauer (Prod, nach Restart) | "... 75 Sekunden Video." | 12 Segmente | **25 Segmente**, `geschaetzte_rohdiffusions_minuten_a40=1.3` | +| Inhalt entscheidet (Prompt-Phrase) | Mehrszenen-Text + "Inhalt entscheidet die Laenge." | n/a | `modus=inhalt_entscheidet`, 6 Segmente, Quelle "39 Woerter im Drehbuch" | +| `laenge_modus=auto` (API-Feld) | Mehrszenen-Text, `laenge_modus:"auto"` | n/a | `modus=inhalt_entscheidet`, Quelle "... Woerter im Drehbuch (laenge_modus=auto)" — funktioniert unabhängig von Prompt-Phrasen | +| Sicherheitsgrenze | (nicht produktiv getestet, nur Codepfad geprüft) | n/a | greift nur ab >600 Segmenten (~30 Min), mit expliziter Hinweis-Meldung "Tippfehler-/DoS-Schutz, kein Qualitäts-Cap" | + +`python -m py_compile B:\barby\orchestrator\main.py` → exit 0 (VM302). +`python3 -m py_compile /opt/gpu1-status/app.py` → COMPILE_OK (VM201). +`https://cp.go-ki.eu/` → HTTP 200, ausgeliefertes HTML enthält +`Auto (Inhalt entscheidet)` und `laenge_modus:(laenge==='auto'?'auto':null)`. + +## Echtes technisches Limit (ehrlich benannt, keine Cap-Tarnung) + +- **A40 VRAM** ist während EINES Segments knapp (`vram_free_gb` im `/health`-Endpunkt + lag beim Testlauf bei 0.3 GB frei von 45 GB) — das begrenzt aber nicht die + *Anzahl* der Segmente, weil sie sequenziell laufen, sondern nur, wie viel + parallel dazu (Postprocessing des Vorsegments) gleichzeitig laufen kann. Das ist + bereits in `postprocess_segment` als überlappende Async-Task gelöst (#20). +- **Wall-Clock-Zeit** ist die echte Grenze: laut Code-Kommentar ~4,3 Min/Clip im + Fastpath (512×896, 4-Step-Lightning-LoRA) — ein 25-Minuten-Video (500 Segmente) + würde real mehrere Stunden A40-Zeit brauchen. Das steht jetzt als + `geschaetzte_rohdiffusions_minuten_a40` im Plan, damit das vor dem Start sichtbar + ist, statt überrascht zu werden. +- Die neue `HARD_SAFETY_SEGMENT_LIMIT` (600 Segmente ≈ 30 Min) ist bewusst so hoch + gewählt, dass sie in der Praxis nie ein normales Drehbuch trifft, sondern nur + echte Fehleingaben abfängt. + +## Rollback + +```powershell +Copy-Item B:\barby\orchestrator\main.py.bak-video-length-20260723-234947 B:\barby\orchestrator\main.py -Force +schtasks /Run /TN "BarbyOrchestrator" +``` +```bash +ssh root@100.114.24.89 "cp -a /opt/gpu1-status/app.py.bak-video-length-84-20260724-002728 /opt/gpu1-status/app.py && systemctl restart gpu1-portal.service" +```